Julia Kirchner, 1981 in Friedrichroda / Thüringen geboren, studierte Gesang und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig bei Hermann Christian Polster und Jeanette Favaro-Reuter sowie an der Guildhall School of Music and Drama London bei Penelope MacKay. 2009 legte sie ihr Konzertexamen in Leipzig ab. Zusammen mit der Pianistin Nao Aiba absolviert sie außerdem ein Aufbaustudium zur Künstlerischen Liedgestaltung bei Karl Peter Kammerlander an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und betreibt Studien der Romanistik mit den Schwerpunkten Italienisch und Französisch an den Universitäten Leipzig und Roma Tre. Ihre künstlerische Ausbildung ergänzten Meisterkurse u. a. bei Edith Wiens, Rudolf Jansen, Peter Schreier, Sally Burgess, Jessica Cash, Graham Johnson und Grace Bumbry. Im Bereich Alte Musik arbeitet sie mit Sara Mingardo am Conservatorio di Musica Santa Cecilia in Rom und mit Marek Rzepka in Leipzig. Einblicke in die Kunst der Barockgestik bekam sie durch Sigrid T’Hooft, Margit Legler, Sharon Weller und Nils Niemann.
Die Sopranistin gibt regelmäßig
Liederabende, wobei sie sich besonders den Liedern der deutschen Romantik, wie
auch dem englischen und französischen Repertoire widmet. Als Konzertsängerin
ist sie im In- und Ausland tätig. Sie gastierte in Festivals wie den
Händelfestspielen Halle, dem Bachfest Leipzig, La Chaise Dieu, den
Max-Reger-Tagen Weiden sowie den Thüringer Bachwochen und konzertierte u.
a. mit der Staatskapelle Dresden,
dem Orchester der Komischen Oper Berlin, dem Gewandhaus Orchester Leipzig unter
der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller sowie mit Le Concert
Lorrain, La Banda und dem Telemannischen Collegium Michaelstein unter Ludger
Rémy. Opernerfahrungen sammelte sie in
verschiedenen Aufführungen der Musikhochschule Leipzig. Ihr besonderes
Interesse gilt der Barockoper.
Julia Kirchner ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, so unter anderem 2005 beim Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg, wo sie als „Knusperhexe“ in Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ debütierte. 2008 war sie Finalistin im Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig.
Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen entstanden in Zusammenarbeit mit MDR Figaro und ARTE.